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Profil von Wossi54

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Bewertung über Linde Wirtshaus, Herbstein

vor 7 Jahren

Wir waren am Sonntag (Mitte Dez 2019) zufällig in der Linde. Ich habe etwas Einfaches erwartet – aber: man betritt einen urgemütlichen Gastraum, mit offenem Kamin, das Holz knistert. Geschmackvoll, der Weihnachtszeit angepasst, eingerichtet. Keine üppige, sondern liebevoll drapierte Tischdeko. Durch die beruhigende Atmosphäre fühlten wir uns direkt wohl. Die Speisekarte wird als „Journal Essen und Trinken“ überreicht. Übersichtlich und ansprechende Speisen. Und der Clou – zusätzlich bietet die Linde ein täglich wechselndes Angebot, bei dem die saisonale(n) Küche bzw. Produkte im Vordergrund steht/stehen. Diese Gerichte werden handschriftlich auf Kreide-Tafeln angeboten, welche die freundliche Bedienung vor uns auf Stühlen platzierte. Jetzt fällt die Auswahl doch schwerer. Ich blieb aber bei der Blutwurst mit Apfel-Zwiebelgemüse und Püree (€ 12). Als Vorspeise Luftgetrockneter Schinken auf Rucola und Parmesan. Meine bessere Hälfte entschied sich für Kalbsleber klassisch mit Äpfeln und Zwiebeln (€ 23). Als Vorspeise (von der Tafel) Avocado Mus mit Riesengarnelen. Und dann ging es los: mit dem bestellten alkoholfreien Weißbier (Hell & Dunkel) aus der Region. Dazu Gänseschmalz und uriges Brot. Das war schon mal ein gelungener Einstand. Aber sollten wir alles aufessen und später übersättigt sein. Also schmierten wir uns noch je 1 Brot und legten es zur Seite. Jetzt kamen die Vorspeisen – appetitlich angerichtet und man sah, dass die Salate frisch zubereitet waren. Das Avocado Mus war genau richtig abgestimmt zu den Riesengarnelen. Die Küche lies uns genügend Zeit die Vorspeisen ohne Hast zu genießen. Dann wurde das Hauptgericht auf heißen Tellern serviert. Die Leber zart mit den richtigen Röstaromen, das Kartoffelpüree fluffig und dazu die gedünsteten(?) Apfelscheiben und Zwiebelringe. Das zweite Hauptgericht mit 3 dicken Blutwurstscheiben auf Kartoffelpüree und ebenfalls Äpfel und Zwiebeln als Gemüse. In Köln hab ich dieses Gericht (rheinisch: Himmel un Ääd) noch nie so geschmackvoll zubereitet serviert bekommen. Wir beide waren hin und weg von den Kompositionen aus der Küche. Auf den Punkt gegart, ohne Hast serviert. Für die Geschmacksnerven ein Genuss. Um die herrlichen Gerichte zu genießen sollte man ca. 2 Stunden für den Aufenthalt in der Linde einplanen. Auch wenn die Rechnung etwas höher ausfiel als geplant (etwas einfaches erwartet. . ) haben wir keinen Cent bereut und direkt fürs neue Jahr einen Tisch reserviert. Und zum Abschluss noch ein Auszug aus dem Journal was irgendwie zu Ambiente der Linde passt: Das Linde Wirtshaus in Altenschlirf ist das einzige bestehende Restaurant, in dem Sie noch mit echtem Geld bezahlen können. Kreditkarten werden mit dem Kommentar abgelehnt: „Plastik knistert nicht!“ ¿
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