Profil von Der Mandant
| Bewertungen | 1 |
Bewertungen
Bewertung über Alexander Thamm, Mannheim
vor 12 Jahren
So etwas wie mit Herrn Alexander Thamm habe ich noch niemals zuvor mit einen Rechtsanwalt erlebt. Ich schrieb Herrn Thamm ein E-mail, in welcher ich ihm kurz den Fall schilderte, um den es ging, und ihn dann fragte, was er mir empfehlen würde, ob ich einen Anwalt einschalten solle, um die Ansprüche einer Betrügerfirma abzuwehren, und wenn ja, wie hoch sein Honorar hierfür wäre. Herr Thamm antwortete mir aber nicht per Mail, sondern rief mich zwei Tage später unaufgefordert und ohne vorherige Ankündigung an, erzählte mir am Telefon Dinge, die ich überhaupt nicht erfragt hatte. Dass es sich bei seinem von mir gar nicht gewünschten Anruf bereits um ein Beratungsgespräch handeln sollte, erwähnte er mit keinem Wort. Ebenso erwähnte er weder zu Beginn seines Anrufs noch im Verlauf des Telefonats, dass er gedenke, für seinen unaufgeforderten und nicht gewünschten Anruf ein Honorar zu berechnen. Mir war das gesamte Gespräch von Anfang an unangenehm. Ich versuchte mehrmals, es so schnell wie möglich zu beenden, aber Herr Thamm ließ sich nicht bremsen, erzählte immer weiter, wobei ich sehr stark den Eindruck hatte, dass er versuchte, mich mit irgendwelchen Fristen, die ich unbedingt einhalten müsse, zu verängstigen, ähnlich wie man dies von unseriösen Versicherungsvertretern und Haustürverkäufern kennt. Ich sagte ihm dann, dass ich mir überlegen wolle, ob ich ihm einen Auftrag erteile, und mich dann ggf. bei ihm melde. Damit schien die Sache für mich erledigt. Einige Wochen später erhielt ich dann jedoch eine Kostenrechnung über 90,32 Euro für eine angebliche Beratung, welche ich niemals erbeten hatte. Ich setzte ein Schreiben auf, in welchem ich versuchte, den Sachverhalt aufzuklären. Kurz darauf erhielt ich jedoch ein weiteres Schreiben von Herrn Thamm, in welchem er eine weitere Kostenrechnung in Höhe von 70,20 Euro erstellte, für die Erstellung des Schreibens selbst, weil ich die Zahlungsfrist nicht eingehalten hätte. Außerdem drohte er mir darin mit einer Strafanzeige wegen Betrugs.
Ich setzte erneut ein Schreiben an Herrn Thamm auf und wies ihn darauf hin, dass niemals ein Beratungsvertrag zustande gekommen war, da ein Vertrag immer eine gegenseitiger Willenserklärung bedarf und ich zu keinem Zeitpunkt eine Willenserklärung zu einer Beratung gegeben hatte. Darauf verklagte mich Herr Thamm und zog mich vor Gericht. Da ich aus Kostengründen keinen Anwalt einschalten wollte, um mich gegen diese aus meiner Sicht völlig unberechtigte Forderung vertreten zu lassen, setzte ich selbst eine Klageerwiderung auf und reicht diese ein. Das Gericht entschied, dass die Klage von Herrn Thamm gänzlich unbegründet sei, dass unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt ein Anspruch gegen mich bestehe, da niemals ein Vertrag zustandegekommen war. Das Gericht folgte also voll und ganz meiner Klageerwiderung. Herr Thamm musste die Gerichtskosten zu hundert Prozent tragen. Insgesamt kam mir das gesamte Verhalten von Herrn Thamm - sein unaufgeforderter Anruf, der Verlauf des Telefonats, die Rechnungserstellung ohne vorherige Honorarvereinbarung, die Höhe des Honorars (über 90 EUR für ein paar Minuten am Telefon), die weitere Rechnung über 70 EUR, weil ich die 90 EUR nicht fristgerecht bezahlt hatte, die Androhung einer Strafanzeige wegen Betrugs und die Klage vor dem Zivilgericht - nicht sehr seriös und vertrauenerweckend vor. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass versucht wurde, mich einzuschüchtern. Herr Thamm machte auf mich den Eindruck, recht raffiniert, aber nicht sehr vertrauenerweckend zu sein. So einen Anwalt habe ich nie zuvor kennengelernt und ich hatte schon oft mit Anwälten zu tun. Ich werde Herrn Thamm ganz sicher nie wieder kontaktieren.