Profil von Claus Dinauer
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Bewertungen
Bewertung über ZAR Augsburg, Augsburg
vor 3 Jahren
Hallo zusammen,
drei Wochen war ich zur ambulanten Reha nach einer Hüft-OP hier im ProVita Rehazentrum und möchte nun versuchen, eine vernünftige und ehrliche Bewertung zu schreiben. Hätte ich sofort oder schon während der Reha eine Bewertung geschrieben, dann wäre die Bewertung viel zu emotional und sicherlich noch schlechter ausgefallen, als dies nun der Fall ist.
Ich beginne bei der Abholung "ab Haustüre". Alles gut und recht, aber wenn man um 09.00h abgeholt wird, danach im halben Landkreis herumfährt, um auch im hinterletzten Dorf noch Patienten abzuholen, dann kommt man mit Glück nach 1 1/2 Stunden Fahrtzeit im Rehazentrum an. Das gleiche Prozedere hat man natürlich auch am späten Nachmittag, wenn die Heimfahrt beginnt. Insegsamt ist man damit von 09.00h bis ca. 17.30h unterwegs, das hab ich mir völlig anders vorgestellt. Zum Glück hat sich meine Frau meiner "erbarmt" und mich ab dem fünften Tag Reha von Aichach nach Augsburg gefahren, so konnte ich um 09.00h beginnen und war um 14.00h wieder abholbereit. 100 km tägliche Fahrt, dafür bekommt man dann von der Krankenkasse großzügigst 10 Euro Zuschuss, das ist aber ein anderes Thema und hat mit ProVita nichts zu tun.
Fakt ist: Abholung ab Haustüre hört sich für mich sehr gut an, wenn man aber weiß, wie das alles abläuft, dann ist das alles andere als gut.
Anwendungen: unterirdisch! Wirklich mehr als bescheiden, wobei ich nicht die Qualtität anprangere, sondern die Quantität. Das, was ich an Lymphdrenagen, Physiotherapie und Massagen erhalten habe, war auch aus meiner laienhaften Sicht mit Sicherheit viel zu wenig. Das war beschmämend und eines Rehazentrums nicht würdig. ABER: wenn man sich dann nach einer Woche beschwert und ein Gespräch mit dem Arzt anstrebt, dann klappt das schon deutlich besser. Immerhin bin ich dann auf drei Massagen gekommen. (in 3 Wochen !) Ich frage mich nur, ob ich die Massagen auch bekommen hätte, hätte ich mich nicht beschwert?
Von anderen Patienten habe ich nicht nur ein mal ähnliche Aussagen gehört - Anwendungen viel zu wenig.
Die Ausreden der Therapeuten und Ärzte waren immer die selben: Personalmangel.
Was man aber nach Lust und Laune betreiben darf, das ist der Kraftraum. Es gibt einen kleinen Raum (ohne Geräte, nur mit 2 Fahrrädern), da kann man sich dann die Zeit vertreiben, oder aber auch im "großen" Kraftraum, wo viele Geräte zum Einsatz kommen. Zum Glück war der Kraftraum täglich auf meinem Stundenplan, so dass ich zumindest einigermaßen fit geblieben bzw. geworden bin.
Was die Mitarbeiter der Rehazentrums anbelangt, bin ich etwas zwiegespalten. Supernett war die Dame am Empfang, die für jeden Patienten immer ein freundliches Wort übrig hatte. Andererseits denke ich mir, dass das eine Selbstverständlichkeit sein sollte und es ja niemand viel kostet, freundlich zu sein. Die Therapeuten im Massage- und Physiobereich waren ebenfalls durch die Bank nett, was ich vom Personal im Fitnesraum nicht von jedem Mitarbeiter behaupten kann. Da war teilweise schon eine arge Lustlosigkeit festzustellen, und mich hat es gewundert, dass ich an den Geräten anscheinend alles richtig gemacht habe. Denn nach der Einführung wurde ich nie verbessert bzw. irgendwelche Korrekturen vorgenommen. Für mich deshalb verwunderlich, weil ich sicherlich kein Profi in diesem Bereich bin und bestimmt die ein oder andere Übung nicht ganz richtig gemacht habe.
Was die Küche anbelangt gibt es aus meiner Sicht nichts auszusetzen. Ein Spitzenrestaurant habe ich nicht erwartet, und doch habe ich von etlichen
Kolleginnen und Kollegen deutliche Kritik gehört. Ich finde, dass die Esserei dort im Zentrum nicht wirklich wichtig ist. Eine Suppe hat mir allemal gereicht, und die war nicht mal schlecht. Müsste ich die Küche bewerten, würde ich eine 4, also "ausreichend" vergeben. Aber wohlgemerkt - die Küche in einem Rehazentrum ist für mich kein Kriterium.
Sei´s drum, ich für meinen Teil würde ProVita nie mehr
... und was ich noch ganz vergessen habe: es gibt ja bei ProVita ein Bewegungsbad (oder besser es soll eines geben). Leider auch in diesem Bereich Fehlanzeige. Das Becken ist leer bzw. wird nicht geheizt. Auch so ein unsäglicher Vorgang - und jedermann weiß doch, wie wichtig es wäre, in einem warmen Wasser entsprechende Bewegungsabläufe zu trainieren. Unglaublich, und für mich ein absolutes "no go", im Keller ein Bewegungsbad zu haben, das dem Patient nicht zur Verfügung steht.