Burnout

Der Begriff „Burnout“ bedeutet so viel wie „Ausbrennen“. Dabei handelt es sich um eine körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung aufgrund beruflicher Überbelastung. Dies geht mit subjektivem Leiden, gesundheitlichen Beschwerden und einer reduzierten Arbeitsleistung einher. Jedoch kann nicht nur eine Arbeitsmüdigkeit vorliegen, sondern auch wechselhafte Gefühle der Anspannung und Erschöpfung. Die Symptomatik des Burnout-Syndroms ist außerordentlich komplex und wurde mittlerweile in sechzig Berufs- & Personengruppen beschrieben.

Die Ursachen sind sehr vielfältig. Allgemein kann gesagt werden, dass der Auslöser in den meisten Fällen irgendeine Form von Stress ist, der nicht mehr bewältigt werden kann. Teilweise erfolgt eine Einteilung der Auslöser in persönlichkeitsbedingte (innere) und umweltbedingte (äußere) Faktoren. Innere Faktoren sind beispielsweise hohe Erwartungen an sich selbst, ein Hang zum Perfektionismus, das starke Bedürfnis nach Anerkennung, aber auch die Eigenschaft Arbeit nicht delegieren zu können oder wollen. Äußere Faktoren hingegen sind häufig zu hohe Arbeitsanforderungen, Zeitdruck, ein schlechtes Arbeitsklima bis hin zu Mobbing, eine wachsende Verantwortung im Beruf, schlechte Arbeitsorganisation oder auch Druck vom Vorgesetzten.

Ein typischer Krankheitsverlauf beim Burnout:

  1. Warnsymptome der Anfangsphase: Hier zeigen sich zum einen zunehmend psychische Erschöpfungsanzeichen und zum anderen ein Überengagement für Ziele und deren Erreichung.
  2. Reduziertes Engagement: In der zweiten Krankheitsphase sinkt die Arbeitslust und es kommt häufig zu einer inneren Distanzierung bis hin zum sozialen Rückzug. Dies geht oft mit einer Stimmung des Versagens einher.
  3. Emotionale Reaktionen und Schuldzuweisungen: Bei Vorwürfen oder Kritik wird jetzt eventuell mit aggressiven Verhaltensweisen gekontert. Zudem ist häufig eine depressive Stimmung zu beobachten.
  4. Verflachung des emotionalen, sozialen und geistigen Lebens: Es kommt zum Abbau der kognitiven Leistungsfähigkeit sowie Abnahme der Motivation und Kreativität.
  5. Psychosomatische Symptome: Hier sind meist Verspannungsgefühle, Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Schlafprobleme oder auch eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber Infekten zu beobachten.
  6. Bedrohliche Verzweiflung: Dies äußert sich häufig in Form von Gefühlen der Sinnlosigkeit bis hin zu Suizidgedanken.