Gut:
- Schreibt einem auch Sonntags und an Feiertagen mal zurück
- hilft einem auch kurz bei außertherapeutischen Dingen
- freundlich
- klärt einen gut auf welche Rechte und Bedingungen es bei Therapien gibt
Schlecht:
- Ich weiß nicht ob ich zu viel verlange aber manchmal, vor allem die letzten Therapiestunden fühlten sich so an als ob sie die Zeit einfach ablaufen lässt und keine Lust hat wirklich auf die Themen einzugehen. Ich musste oft selber nachhaken, nachfragen, die richtigen Fragen stellen um Verhaltentipps oder Aussagen zu dem erzählten zu erlangen. Ich hatte kaum einen Aha Effekt und hab nichts mitnehmen können. Ich hab um die Stille zu füllen einfach immer weiter heruntergeprasselt und irgendwann war die Stunde vorbei.
- in den letzten Stunden gab sie nur noch, kurzbündige Antworten. Bei einer Stunde kam ich frisch aus der Klinik raus, die Erfahrung dort hat mich traumatisiert und ich hätte gerne Techniken gelernt wie man mit Streit (unter Patienten, mit betreuern) umgeht oder vermeidet was die Auslöser sein könnten Verhaltenstipps oder allgemein aussagen dazu. Es war mein typisches problem mit Menschen und es waren frische Konflikte perfekt um das verhalten zu analysieren aber so ziemlich das erste was sie gesagt hat war dass ich mir eventuell eine andere Therapeutin suchen sollte die besser zu mir passt ohne weitere Erklärung. Sonst gab es zu den ganzen traumatischen dingen auch keinen kommentar, sondern erst in der nächsten Stunde. Ich hatte immer das Gefühl ich muss immer mehr erzählen um irgendwas aus ihr rauszubekommen damit sich die Stunde lohnt. Sowas an sich zu sagen ist natürlich nichts schlimmes aber sollte nicht als erstes geschehen nachdem erzählten traumatischen ereignissen und vorallem ohne es zu begründen. Nach schweigen und auf Nachfrage erst kam eine und es hieß, dass sie nicht denkt, dass ihre Fähigkeiten ausreichen, um meine Probleme adäquat zu behandeln. Völlig akzeptabel natürlich, nur die Art und Weise find ich problematisch.
Man findet nicht leicht einen therapieplatz und man kriegt auch nicht unendlich Stunden genehmigt, man kann oder sollte nicht oft Therapeuten wechseln, deswegen sollte man auch trotz eventueller Disympathie oder einer Meinung dass der Patient sich bei gewissen Dingen nicht anstrengt, sich dennoch etwas Mühe geben. Auch wenn ich meine Hausaufgaben nicht schaffe verdiene ich doch eine Verhaltensanalyse oder ähnliches. Die nächste somit letzte Stunde war besser. Sie sagte mir dass sie mit ihren Kollegen über mich gesprochen hat und sich gemeinsam über meine Situation ne Meinung gebildet haben. Ich weiß ja nicht ob man das immer so macht oder das freiwillig war aber das fand ich toll. Das hat mir das gefühl gegeben als ob sie sich wieder für mich interessiert. Zwar haben wir nicht wirklich die Geschehnisse in der Klinik bearbeitet aber sie ist mehr als in den letzten Stunden auf mich eingegangen, hat mehr geredet.
Sobald ich nicht mehr Patient war hat alles monatelang gedauert, selbst bei Dingen die wenig Zeit brauchten wie eine Antwort oder die Notizen zu verschicken. Nachdem ich wieder an die Notizen erinnert habe und sie geschrieben hat, dass sie vergessen hat, waren sie doch innerhalb von paar Tagen fertig. Die Notizen waren sehr mager.