Warum uns Lärm krank macht

Rund um die Uhr fangen unsere Ohren alle Geräusche aus unserer Umwelt auf: vorbeifahrende Autos, Hupen, Handwerkerarbeiten im Nachbarhaus und die schreienden Kleinkinder der Übermieter. Unser Gehör arbeitet ständig und ohne Pausen.

Doch ab wann kann man von Lärm sprechen? Experten sprechen von Lärm, wenn durch das Geräusch eine Beeinträchtigung entsteht. Dies ist von verschiedenen Aspekten abhängig wie beispielsweise die aktuelle Situation, in der man sich gerade befindet, sowie die Art und natürlich auch die Lautstärke des wahrgenommenen Geräuschs. Das zeigt deutlich, dass Lärm oft subjektiv ist.

Bei einem kurzzeitigen sehr lauten Geräusch kommt es häufig zu einer Schwerhörigkeit oder auch einem Tinnitus. In den meisten Fällen kann sich das Ohr jedoch von dem Schaden wieder erholen. Anders ist dies hingegen bei dauerhaftem Lärm, der auch gar nicht sehr laut sein muss. Dieser kann zu dauerhaften Hörschäden führen.

Des Weiteren führt Lärm zu Stress. Dementsprechend schüttet der Körper bei Lärmbelästigungen vermehrt Stresshormone aus. Außerdem wird der Herzschlag schneller und der Blutdruck steigt an. Das kann bei dauerhafter Lärmbelästigung zu einem erhöhten Herzinfarktrisiko führen.

Möglicher Schutz gegen Lärm

In manchen Fällen kann man dem Lärm nicht aus dem Weg gehen. Dann hilft ein Gehörschutz wie die weit verbreiteten Ohrstöpsel, Kopfhörer oder auch sogenannte Otoplastiken.

Ohrstöpsel gibt es in verschiedensten Ausführungen. Sie können aus Schaumstoff, Wachs oder Kunststoff bestehen. Manche Arten lassen sich nur einmal verwenden, während andere mehrfach verwendbar sind.

Otoplastiken hingegen werden speziell vom Hörgeräteakustiker auf das individuelle Ohr mit seinen Gehörgängen angepasst, was sie auch teurer macht als herkömmliche Ohrstöpsel.

Weitere Möglichkeiten zum Schutz vor Lärm sind beispielsweise, dass das Schlafzimmer auf der ruhigsten Seite des Hauses bzw. der Wohnung liegen sollte und nicht direkt an Verkehrsstraßen. Ist dies nicht möglich schaffen Decken, Teppiche und lange Vorhänge Abhilfe, da sie den Schallpegel des Raumes dämmen. Notfalls sollten nachts die Fenster geschlossen bleiben, da unser Gehör vor allem in der Schlafphase sehr sensibel auf schon kleinste Geräusche reagiert.

Auch beim Musikhören sollte auf eine angemessene Lautstärke geachtet werden. Bei Konzerten ist es nützlich leichte Ohrstöpsel zu verwenden.

Bei der Verwendung lautstarker Haushaltgeräte wie Rasenmäher oder Kettensägen sollte unbedingt ein Hörschutz benutzt werden.