Schlafen Sie gut: Erholsamer Schlaf

Schlaf ist so wichtig für uns wie Nahrung. Er ist so wichtig für unsere Erholung, dass ein Mensch nach langem Schlafentzug sogar stirbt. Neben der Erholung unseres Körpers ist der Schlaf aber auch für viele weitere Vorgänge in unserem Körper verantwortlich: Vor allem Lern- und Gedächtnisvorgänge werden im Schlaf realisiert. Zusätzlich kommt es auch zu einer emotionalen Verarbeitung der Erlebnisse, die auch Einflüsse auf die Träume nehmen. Dass Säuglinge besonders viel schlafen liegt daran, dass Wachstums- und Reparaturprozesse besonders gut stattfinden können, wenn der Rest des Körpers eher weniger aktiv ist.

Der Schlaf lässt sich in zwei Phase unterteilen: den REM- und Non-REM-Schlaf. Der Non-REM-Schlaf wird auch als orthodoxer Schlaf bezeichnet, weil die Körperfunktionen hier heruntergefahren sind und auch die Gehirnaktivitäten messbar einen langsamen Rhythmus haben. Zudem ist der Non-REM-Schlaf in vier weitere Stadien einzuteilen, wobei die Tiefe des Schlafes von Stadium 1 (Einschlafen) zu Stadium 4 (Tiefschlaf) zunimmt.

An Phase 4 schließt sich der REM-Schlaf an, der auch paradoxer Schlaf genannt wird. Die Körpermuskeln sind zwar völlig erschlafft, allerdings bewegen sich die Augen in dieser Phase stark hin und her (REM=rapid eye movement). Auch die Messung der Gehirnaktivitäten zeigt, dass das Gehirn in dieser Schlafphase sehr aktiv ist. Der REM-Schlaf ist die Schlafphase, in der Menschen träumen. An den REM-Schlaf schließt sich wieder die Phase 1 an, wobei ein Zyklus von Phase 1 bis REM etwa 90 Minuten dauert.

Erholsamer Schlaf

Besonders wichtig für die Regeneration des menschlichen Körpers sind die ersten zwei bis drei Schlafzyklen. Daher wird dieser Schlaf auch Kernschlaf genannt. Alle weiteren Zyklen werden als Füllschlaf zusammengefasst und leisten nur noch einen geringen Beitrag zur Erholung des Körpers.

Viele Menschen leiden unter Schlafstörungen. Solche Störungen haben viele Gesichter: Manche Menschen können nicht richtig einschlafen, andere werden ständig wach, zum Beispiel weil ihre Atmung aus ungeklärten Gründen aussetzt. Da der Schlaf wie oben beschrieben ausgesprochen wichtig für die Erholung und das Gedächtnis des Menschen ist, führen Schlafstörungen zu Unkonzentriertheit, erhöhter Reizbarkeit und Antriebslosigkeit. Weitere Folgen können Übergewicht, Bluthochdruck und Depressionen sein.

Oft können Menschen nicht richtig schlafen, weil sie einfach das falsche Bett haben: Die falsche Matratze oder ein quietschendes Bettgestell hindern den Körper, sich zu entspannen.

Schlafstörungen sind allerdings auch sehr häufig die Folgen anderer Probleme. Vor allem Stress, Schmerzen und Medikamente können zu einem schlechten Schlaf führen.  Wenn eine Änderung dieser Faktoren keine Besserung bringt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. In einem Schlaflabor kann der Schlafzyklus mit einem EEG genau überwacht werden. Im Extremfall gibt es auch Medikamente, die einen erholsameren Schlaf möglich machen.