Parkinson


Unter der Parkinson-Krankheit, Morbus Parkinson genannt, versteht man eine neurologische Erkrankung, die durch die eine Degeneration des extrapyramidalen Systems hervorgerufen wird.

Symptome des Parkinsons
Es gibt ein sogenanntes Parkinson-Trias, d.h. drei Symptome, die typisch sind für eine Parkinson-Erkrankung. Tremor, Rigor und Akinese sind die drei Leitsymptome der Erkrankung. Unter Tremor versteht man das Zittern des Körpers. Rigor kommt aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie „starr sein“, d.h. das Parkinson-Erkrankte einen erhöhten Muskeltonus haben und dadurch eine gewisse Steifheit in den Muskeln. Die Akinese beschreibt die Bewegungsarmut, die die Erkrankten haben.
Selbstverständlich können auch andere Symptome in Erscheinung treten. Dazu gehören unter anderem: Störung der Körperhaltung, posturale Instabilität(Standunsicherheit), Konzentrationsstörung, Depression, Störung der Mimik, etc.
Wer ist betroffen?
Das Parkinson Syndrom ist fast ausschließlich eine Erkrankung des hohen Alters. Etwa 1% der über 60 jährigen Menschen sind von dieser Krankheit betroffen, wobei Frauen und Männer gleich stark betroffen sind. In Deutschland geht man derzeit von etwa 300.000 bis 400.000 erkrankten Menschen aus.

Pathogenese
Die Substantia Nigra, die schwarze Substanz, spielt beim Morbus Parkinson eine zentrale Rolle und befindet sich im Mesencephalon, dem Mittelhirn. Beim Morbus Parkinson kommt zu einer Degeneration der dopaminergen Neurone in der Substantia nigra, wodurch es zu einem Ausfall der negrostriateln Projektion, d.h. der Verbindung zwischen der Substantia nigra und dem Striatum, kommt. Die Subtantia Nigra hemmt im gesunden Menschen mit Dopamin, Botenstoff, den motorisch hemmenden Teil des Striatums (Areal im Gehirn). Durch die Degeneration kann die Substantia nigra Ihre Funktion nicht erfüllen  und die Hemmung der Hemmung fällt weg, was zu einer mangelnden Bewegung führt, zu einer sogenannten Akinese.

Diagnose
Die Diagnose des parkinson-Syndroms kann der Arzt bzw. die Ärztin beinahe auf den ersten Blick stellen, da die Patienten dieses typische Erscheinungsbild  haben. Der Arzt bzw. die Ärztin kann bei Bedarf neurologische Untersuchung (Reflexstatus, Augenbewegung), bildgebende Verfahren (CT, MRT, nuklearmedizinische Untersuchung SPECT) oder neurologische Funktionstest (L-Dopa- Test) durchführen.

Therapiemöglichkeiten
Die neuronale Degeneration lässt sich nicht vollständig heilen, sondern nur behandeln. Häufig werden Medikamente in Betracht gezogen, die das dopaminerge System unterstützen. Levodopa, L-Dopa, ist eine Vorstufe des Dopamins und wirkt sich positiv auf die Beweglichkeit aus und reduziert die Muskelsteifigkeit und das Zittern. Dopaminagonisten sind Medikamente, die die Wirkung des vorhandenen Dopamins verstärken. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit einer physiotherapeutischen, logopädischen und ergotherapeutischen Behandlung. So gut wie jede/r Morbus Parkinson Patient/in ist aufgrund seiner/ihrer eingeschränkten Funktionalität auf externe Hilfe angewiesen. Die externe Hilfe betreut und unterstützt den erkrankten Menschen bei den Aufgaben des Alltags.