Nagelpilz – ein unangenehmer Wegbegleiter


Nagelpilz ist nicht nur unschön, sondern auch wenig angenehm. Oft haben die Betroffenen sehr lange Ärger mit dieser Krankheit, aber sie lässt sich behandeln.
Nagelpilz ist eine Pilzerkrankung der Fuß- oder Fingernägel. Die Fußnägel sind bis zu viermal öfter betroffen, da es Pilze gerne feucht und warm mögen.
Die meisten Nagelpilze können auch von Laien erkannt werden, sie beginnen meist mit einer gelblichen Verfärbung und Verdickung des äußeren Nagelrandes des großen Zehs. Der Pilz breitet sich dann über den gesamten Nagel aus und kann auch auf die anderen Nägel übergreifen, wenn er nicht rechtzeitig behandelt wird. Das Keratin, aus dem unsere Nägel und auch Haare bestehen, löst sich durch den Pilz langsam auf. Dadurch bilden sich Hohlräume unter dem Nagel, diese erkennt man dann an den typischen weißen und gelben Färbungen. Wenn dieser Prozess ungehindert voranschreitet, kann der gesamte Nagel brüchig werden und sich vom Zeh ablösen.

Um dies von vorneherein zu verhindern, gibt es Möglichkeiten zur Prävention.
Da sich die Pilze gerne eine feuchte Umgebung zum Wachsen suchen, ist es angeraten, die Füße möglichst trocken zu halten. Zu diesem Zweck ist es sinnvoll ab und zu auf offene Schuhe zurückzugreifen, wie Sandalen oder Halbschuhe. Vor allem wenn Sie geschlossene Schuhe tragen, sollten Sie Ihre Socken jeden Tag wechseln und möglichst heiß waschen um Keime abzutöten, die sich im Verlauf des Tages bilden können.
Auch der Tipp, den uns unsere Eltern immer wieder gegeben haben, ist nicht zu verachten. Sie sollten nie vergessen sich die Füße auch zwischen den Zehen abzutrocknen.
Ein besonderer Gefahrenherd für Nagelpilzerkrankungen sind gemeinschaftlich genutzte Umkleiden und Duschen, das Fitnessstudio und Schwimmbäder. Im Prinzip alle Orte, an denen sich viele Menschen aufhalten, die keine Schuhe tragen und an denen es feucht sein könnte. Um eine Ansteckung zu vermeiden, ist es deshalb ratsam dort immer Badeschuhe zu tragen.

Wenn all die Prävention nichts nützt
Wenn Sie sich dennoch einen Nagelpilz eingefangen haben, sollten Sie die Therapie so früh wie möglich beginnen. Der Pilz lässt sich umso schwerer behandeln, je weiter die Verbreitung fortgeschritten ist und je mehr Keratin zerstört wurde.
Sie sollten sich jedoch auf einen sehr langen Prozess einstellen, da ein Nagelpilz nur dann als auskuriert gilt, wenn er komplett herausgewachsen ist. Dies kann zwischen drei Monaten und einem Jahr dauern.
Welche Therapie für Ihren Nagelpilz angemessen ist, kommt auf den Verlauf der Erkrankung an. Wenn die Symptome noch auf die äußeren Nagelschichten beschränkt sind, können Sie sich spezielle Nagellacke oder Tinkturen aus der Apotheke besorgen. Diese werden in einem regelmäßigen Rhythmus aufgetragen.  Die Behandlung kann allerdings nur dann erfolgreich sein, wenn sie konsequent angewandt wird. Auch wenn die Symptome verschwinden, muss der Lack solange verwendet werden, wie es die Packungsbeilage vorgibt.
Wenn sich der Pilz bereits auf die inneren Schichten des Nagels ausgeweitet hat, muss eine Behandlung mit Hilfe von Tabletten erfolgen. Erst dann kann ein gesunder Nagel nachwachsen.
Sollten Sie sich unsicher darüber sein, wie weit Ihr Pilz fortgeschritten ist oder wenn der Pilz bereits einen ganzen Nagel oder sogar mehrere Nägel befallen hat, sollte ein Hausarzt oder Podologe zu Rate gezogen werden.
Wird die Behandlung nicht oder nicht lange genug durchgeführt, kann es durchaus sein, dass der Nagelpilz chronisch wird. Auch die Ansteckungsgefahr steigt, je länger die Behandlung hinausgezögert wird.
Aber wenn Sie den Nagelpilz nicht auf die leichte Schulter nehmen und Ihn konsequent behandeln bzw. behandeln lassen, dann werden Sie mit ein bisschen Geduld bald wieder schöne und vor allem gesunde Füße vorzeigen können.