Impfungen - Welche Impfungen müssen regelmäßig wiederholt werden?

Dank der prophylaktischen Impfung konnten viele Krankheiten so gut wie ausgelöscht werden. So ist der Gebärmutterhalskrebs durch die Impfung gegen den HPV-Virus kaum noch anzutreffen.

Bei der Impfung nutzt der Arzt aus, dass das Immunsystem zuerst gezielt auf den Erreger einer Krankheit ausgerichtet werden muss, um ihn effizient bekämpfen zu können. Würde der Patient ohne die Impfung auf den Erreger treffen, würde es Tage dauern, bis das Immunsystem richtig in Gang kommt.

Dem Patienten werden meist abgeschwächte lebende oder tote Erreger gespritzt, woraufhin der Körper die für die Abwehr der Erreger benötigten Antikörper und Gedächtniszellen bildet. Diese bleiben jahrelang verfügbar und können aktive Erreger sofort attackieren, falls diese ins Blut des Patienten kommen.

Grundimmunisierung und Auffrischungs-Impfungen

In Deutschland gehört es zur Grundversorgung eines Neugeborenen, eine Grundimmunisierung zu etablieren. Da Säuglinge in ihrer Entwicklung besonders empfindlich auf Krankheiten reagieren, erhalten sie früh die Impfung gegen viele Erreger. Häufig handelt es sich dabei um einen Sechsfach-Wirkstoff, der das Immunsystem der Kinder gegen Diphterie, Hepatitis B, Haemophilus Influenza, Keuchhusten, Kinderlähmung und Tetanus trainiert. Da eine einfache Impfung nicht ausreicht, wird diese Impfung bis zum 14. Lebensmonat insgesamt viermal durchgeführt.

Manche Abwehrzellen können nach einer einmaligen Impfung den Körper ein Leben lang vor der jeweiligen Krankheit schützen. Bei den Impfungen gegen Mumps und gegen Meningokokken ist das beispielsweise der Fall.

Meistens ist allerdings eine Auffrischungs-Impfung empfohlen. Dadurch wird garantiert, dass immer genügend hohe Konzentrationen an Antikörpern und Abwehrzellen im Blut vorhanden sind, um schnell genug auf die Erreger zu reagieren. Der Impfausweis der Kinder wird daher regelmäßig in den Vorsorgeuntersuchungen überprüft und gegebenenfalls werden Impfungen aufgefrischt.

Aber auch Erwachsene sollten ihren Impfstatus nicht außer Acht lassen: So sollten die Impfungen gegen Tetanus und Diphterie beispielsweise alle 10 Jahre wiederholt werden. Bei der Influenza-Impfung, die Personen über 60 Jahren empfohlen wird, muss die Impfung sogar jährlich aufgefrischt werden.

Zudem sollten Sie sich vor einer Reise in exotische Länder informieren, welche Erreger Ihnen dort gefährlich werden könnten, in Deutschland aber kaum eine Rolle spielen. So ist in tropischen Ländern eine Tollwutimpfung sehr wichtig.