Halluzinationen

Ein sehr unangenehmes Symptom, das bei unterschiedlichen Krankheiten zum Vorschein kommen kann, ist die Halluzination. Damit ist gemeint, dass der Patient Dinge wahrnimmt, die nicht vorhanden. Daher wird das Wort übersetzt als Trugwahrnehmung. Diese Trugwahrnehmung beschränken sich nicht nur auf das Auge, sondern auf alle Körpersinne. So hören manche Menschen Stimmen, obwohl sie allein sind. Andere haben das Gefühl, dass sie angefasst werden, wieder andere riechen etwas, das nicht vorhanden ist.

Ein Problem der Halluzination ist, dass der Patient oft gar nicht merkt, dass diese Dinge nicht real sind. So gibt es Menschen, die seit ihrer Kindheit imaginäre Menschen sehen und sich mit Ihnen unterhalten, sich ansonsten aber ganz normal verhalten.

Andere Patienten sind sich hingegen bewusst, dass die Wahrnehmungen, die sie haben, nicht echt sind. Allerdings können sie sich auch nicht dagegen wehren und hören weiterhin Stimmen oder schmecken plötzlich etwas, ohne vorher gegessen zu haben.

Auslöser einer Halluzination

Der Auslöser einer Halluzination ist häufig durch einen äußeren Einfluss auf das Gehirn zu erklären. Teile des Gehirns werden aktiviert, ohne dass ein Reiz aus der Außenwelt vorliegt, der zu einer solchen Stimulation führen würde. Das Gehirn interpretiert das Signal allerdings so, als wäre ein Reiz vorhanden.

Beim Auftreten von Halluzinationen muss unterschieden werden, ob sie ständig auftreten oder nur zu einem bestimmten Zeitpunkt. So gibt es zum Beispiel eine Vielzahl von illegalen Drogen, aber auch Medikamente, die zu Trugwahrnehmungen führen können. In diesem Fall ist die Behandlung durch den Entzug dieser Stoffe oft relativ einfach.

Schwieriger ist es, wenn die Ursache der Halluzinationen nicht so direkt auf der Hand liegt. Schwere psychische Krankheiten gehen häufig mit Halluzinationen einher. Die Patienten sind durch die Halluzinationen teilweise so eingeschränkt, dass sie kaum allein zurechtkommen. Sogar Straftaten können tragischer Weise von ihnen begangen werden, weil sie Dinge sehen oder Stimmen hören, die ihnen das befehlen.

Auch ein Hirntumor kann das Gehirn verwirren und ihm falsche Sinneseindrücke vortäuschen. Je nachdem in welchem Bereich der Tumor sitzt kommt es zu den Trugwahrnehmungen der unterschiedlichen Sinne. Im hinteren unteren Bereich des Gehirns liegt beispielsweise das Sehzentrum. Hier werden die Signale, die die Augen aufnehmen, verarbeitet und bewusst gemacht. Kommt es hier zu einer Reizung der Nervenzellen durch einen Tumor, der Druck ausübt, kann es vorkommen, dass das Gehirn aufgrund dieser Reizung sinnlose Formen oder Farben interpretiert. Außerdem kann es bei degenerativen Erkrankungen wie Morbus Alzheimer zu Halluzinationen kommen.

In diesen beiden Fällen sind vor allem die bildgebenden Verfahren der Medizin wie ein CT oder MRT wichtig, um diese Krankheiten zu diagnostizieren.