Gürtelrose

Die Gürtelrose ist eine Erkrankung, die durch Viren hervorgerufen wird. Schon in der Kindheit macht dieser Varicella-zoster Virus einem das Leben schwer, indem er Windpocken auslöst. Wie bei vielen anderen Viruserkrankungen auch verbleibt der Virus anschließend ein Leben lang im Körper.

Bei den meisten bleibt er dabei inaktiv in einer so genannten Latenzphase. Ist das Immunsystem allerdings geschwächt, kann er wieder aktiv werden und in der Haut eine Entzündung auslösen. Grundsätzlich kann jeder eine Gürtelrose – auch Herpes zoster genannt - entwickeln, der in der Kindheit auch Windpocken hatte. Das Immunsystem ist jedoch besonders bei gestressten und älteren Menschen sowie bei Krebs- und Transplantationspatienten geschwächt, weshalb sie ein höheres Risiko haben, eine Gürtelrose zu entwickeln.

Den Namen Gürtelrose hat die Erkrankung übrigens daher, dass die Nervenbahnen am Rumpf, an dem sich der Herpes zoster oft manifestiert, wie die Rippen halbkreisförmig von der Wirbelsäule ausstrahlen. Da der Virus sich entlang einer dieser Nervenbahnen ausbreitet entsteht die Entzündung auch an ein einem sehr gut abgrenzbaren, streifenförmigen Bereich auf nur einer Körperhälfte. Im Bereich des Beckens ähnelt dieses Bild einem Gürtel.

Was sind die Symptome einer Gürtelrose?

Die ersten Symptome, die sich beim Herpes zoster zeigen, sind Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen und eine Temperaturerhöhung. Typisch für die Gürtelrose sind außerdem ein starker Juckreiz sowie brennende Schmerzen.  Im Laufe von einigen Tagen entwickelt sich der charakteristische rote Hautausschlag mit Bläschenbildung. Diese Bläschen sind mit einer Flüssigkeit gefüllt, die sehr viele Viren enthält und daher stark infektiös ist. Nach weiteren 3-5 Tagen platzen die Bläschen von selbst auf, verkrusten und fallen nach 1-2 Wochen ab. In den meisten Fällen heilt die Erkrankung so ab, dass keine Hautveränderungen verbleiben. Bei seltenen Verlaufsformen wie dem Zoster gangraenosus kann es allerdings zur Narbenbildung und zu Pigmentstörungen an der betroffenen Stelle kommen.

Bleibt der Herpes zoster unbehandelt, besteht vor allem bei älteren Menschen das Risiko, eine postzosterische Neuralgie zu entwickeln. Dabei bleiben die betroffenen Nerven chronisch überempfindlich, was sich in einem dauerhaften dumpfen Schmerz äußert und für die Patienten sehr belastend ist. Es wird vermutet, dass es im Rahmen der Bekämpfung der Entzündung zu Umbauprozessen an den Nerven kommt, woraus diese Überempfindlichkeit resultiert.

Aus diesem Grund ist es wichtig, beim Auftreten der Symptome schnell einen Arzt aufzusuchen, sodass die Behandlung unmittelbar in die Wege geleitet werden kann. Die Therapie setzt sich aus einem antiviralen und einem symptomatischen Bestandteil zusammen. Mit antiviralen Medikamenten soll verhindert werden, dass sich die Viren weiter ausbreiten, sodass das Immunsystem eine bessere Chance hat, sie zu vernichten. Weitere Medikamente sollen die Symptome, die durch die Schmerzen und den Juckreiz sehr unangenehm sein können, lindern.