Ein neues Mittel gegen Grippe aus der Werbung

Werden die Tage kürzer und die Tage kühler erkranken zunehmend mehr Menschen an der Virusgrippe. Die echte Grippe oder auch als Influenza bezeichnet stellt eine virale Infektion der Atemwege dar, welche jedes Jahr regelrechte Krankheitswellen auslöst. Dementsprechend kommen regelmäßig eine Menge frei verkäuflicher Mittel gegen Influenza auf den Markt. Werbungen versprechen meiste eine schnelle Genesung sowie deutliche Linderung der Symptome. Allerdings gibt es von vielen Seiten Kritik an der Wirksamkeit der Grippemittel aus der Werbung. Im Fazit von Spiegel Online und Stiftung Warentest konnte nur ein Mittel bei der Behandlung von Grippe überzeugen: Echinacea. Das Präparat besteht aus 100 mg Purpursonnenhutkraut-Presssaft. Es zeigte insgesamt eine vorbeugende Wirkung sowie unterstützende Effekte bei der Behandlung einer akuten Grippe.[1]

Echinacea bei Grippe

Enchinacea wirkt der Vermehrung der Viruszellen durch das Eindringen in die Wirtszellen entgegen. Das Präparat bewirkt die Bildung einer Hülle um die Viruszelle, wodurch diese deaktiviert wird und keine Wirtszellen befallen kann. Neben dieser präventiven Wirkung weißt Enchinacea auch durch seine antivirale sowie entzündungshemmende Wirkung positive Effekte bei der Behandlung einer akuten viralen Erkrankung auf. Es werden die Symptome gelindert sowie die Genesungszeit verkürzt. [2] Die Einnahme des Präparates sollte allerdings nicht bei Kindern unter einem Jahr erfolgen. Außerdem ist von Enchinacea abzuraten, wenn folgende Indikatoren vorliegen:

  • Überempfindlichkeiten gegen Purpursonnenhutkraut
  • Überempfindlichkeiten gegen Pflanzen aus der Familie der Korbblütler oder anderer Bestandteile des Präparates
  • Vorliegen fortschreitender Systemerkrankungen, systemischen Erkrankungen des weißen Blutzellsystems, Autoimmunserkrankungen, einer Immunabwehrschwäche, Immunsupression oder chronischen Viruserkrankung

Des Weiteren wurde die Einnahme während der Schwangerschaft und Stillzeit noch nicht ausreichend untersucht, weshalb davon abzuraten ist. Im Zweifelsfall sollte Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden.[3]

 

[1] Nicola Kurth, "Sinupret, Meditonsin, Echinacea und Co.: Das taugen die Erkältungsmittel aus der Werbung", http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/erkaeltung-was-hilft-gelomyrtol-umckaloabo-echinacea-im-test-a-954781.html, 12.01.2015

[3] ratiopharm GmbH, „Echinacea-ratiopharm® 100 mg“, https://www.europa-apotheek.com/echinacea-ratiopharm-100-mg-3927157.html, 12.01.2015