Der Säure-Basenhaushalt im Einklang

Im Normalfall ist der Säure-Basenhaushalt des menschlichen Körpers ausgeglichen. Doch bei falscher Lebensweise kann das Zusammenspiel zwischen Säuren und Basen schnell aus dem Gleichgewicht kommen. Ein solches Ungleichgewicht kann Unwohlsein, Depressionen oder auch körperliche Erkrankungen zur Folge haben.

Säure enthält Wasserstoff-Ionen, welche positiv geladen sind. In Basen hingegen überwiegen negativ geladene Teilchen, die sich aus Wasserstoff- und Sauerstoffatomen zusammensetzen.

Der Säure- und Basengehalt wird durch den sogenannten pH-Wert angegeben. Dessen Skala reicht von 0 bis 7 im sauren und von 7 bis 14 im basischen Bereich. Bei einem pH-Wert von genau 7 besteht ein Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen, der pH-Wert ist hier also neutral. Für jedes Organ des menschlichen Körpers gibt es einen bestimmten pH-Wert.

Die Säuren entstehen im Körper wenn Eiweiß verdaut wird. Bei zu wenig Bewegung kann es dazu kommen, dass die gebildeten Säuren nicht mehr abtransportiert werden können und sich im Körper anlagern. Die meisten Menschen ernähren sich zu sauer. Diese ungesunde Ernährungsweise wird noch dadurch verstärkt, dass häufig zu hastig gegessen und nicht richtig gekaut wird. Jedoch beginnt die Verdauung schon im Mund durch das Einspeicheln der Nahrung. Um einer Säurestarre im Körper vorzubeugen empfiehlt sich eine Ernährung, welche zu großen Teilen aus basischen Lebensmitteln besteht.

Säure- und basenhaltige Lebensmittel

In Bezug auf den Säure-Basenhaushalt wird zwischen vier verschiedenen Gruppen von Nahrungsmitteln unterschieden:

Lebensmittel, welche Basen liefern, sind vor allem Kartoffeln, Obst und Gemüse sowie viele Kräuterarten, stilles Mineralwasser, Milch und Käse und auch brauner Zucker.

Die sogenannten neutralen Lebensmittel halten das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen im menschlichen Körper. In diese Kategorie fallen beispielsweise Leitungswasser, Walnüsse, Butter und auch Öle.

Die sogenannten Säureerzeuger enthalten zwar selbst keine Säuren, lassen aber beim Stoffwechsel Säuren im Körper entstehen. Hierzu gehören unter anderem Kaffee, schwarzer Tee, Alkohol, Reis, Nudeln und Zucker sowie weißmehlhaltiges Brot und Brötchen.

Die Lebensmittel, die einen Überschuss an sauren Mineralstoffen liefern, werden Säurelieferanten genannt und sind vor allem Fleisch und Fleischbrühe sowie Quark, Geflügel, Wild und Fisch.