Bänderriss im Knie

Das Kniegelenk wird durch verschiedene Bänder stabilisiert. Werden diese Bänder stark überdehnt, können sie teilweise oder komplett reißen. Vor allem das vordere Kreuzband, das Innenband und das Außenbahnen werden besonders häufig verletzt. Eine häufige Ursache für Bänderrisse im Knie sind ungünstige Sportunfälle. In einigen Fällen ist das Reißen des Bandes sogar laut hörbar.

Bei einem Bänderriss im Knie kommt es meist zu sofortigen starken Knieschmerzen. Dann ist das Gelenk nicht mehr voll belastbar. Häufig lässt der Schmerz schnell wieder etwas nach. Doch bei Bewegung, Belastung oder auch Druck auf die verletzte Stelle kommt der Schmerz sofort zurück. Häufig wird ein Gefühl der Instabilität im Kniebereich beschrieben. Eventuell schwillt das Knie auch an. Eine weitere Folge eines Bänderrisses im Knie ist eine Bewegungseinschränkung. Denn das Knie ist durch den Schmerz weniger belastbar und durch die Schwellung zusätzlich in seiner Beweglichkeit eingeschränkt.

Beim Arzt werden dann orthopädische Tests angewendet um zwischen einem Bänderriss, einer Bänderdehnung, einer Bänderzerrung und einer Prellung zu unterscheiden. Um Komplikationen wie Knochenverletzung auszuschließen werden oft bildgebenden Verfahren wie Röntgen-Untersuchungen, Magnetresonanztomographie, Computertomographie oder auch Ultraschalluntersuchungen eingesetzt. Sollte ein Erguss am Kniegelenk entstanden sein, entnimmt der Arzt eventuell einen Teil der Flüssigkeit um das Knie zu entlasten. Auch kann eine Analyse der entnommenen Flüssigkeit bei der Diagnose helfen.

Wird der Bänderriss ignoriert, kann das Knie dauerhaft instabil werden. Dies führte zu einer Unsicherheit beim Gehen und dem Wegknicken des Knies. In diesem Fall kann das Knie auch immer wieder von neuem anschwellen. Bei einer Knieverletzung sollte also lieber der Arzt aufgesucht werden. Denn unbehandelte Bänderrisse erhöhen das Risiko auf einen Gelenksverschleiß.

Behandlung eines Bänderrisses im Knie

Die Behandlung ist je nach Schweregrad der Verletzung, dem Alter des Patienten, den persönlichen Wünschen und auch den Lebensumständen unterschiedlich. Unterschieden wird jedoch hauptsächlich zwischen einer konservativen Behandlung, d.h. eine Ruhigstellung des Knies mit anschließender Krankengymnastik und einer Operation.

In folgenden Fällen wird vermehrt zu einer Operation gegriffen: Die Stabilität des Kniegelenkes ist nicht mehr ausreichend. Die Verletzung ist sehr kompliziert. Der Patient kann den Eingriff voraussichtlich gut überstehen. Der Betroffene übt Sport oder einen Beruf aus, der die Knie stark belastet.

Die konservative Behandlung besteht meist aus der Anwendung einer Schiene oder Gehstützen. Die Behandlung dauert meist mehrere Wochen. Zudem werden in diesem Fall oft Medikamente verschrieben um die Schmerzen zu mindern. Außerdem haben die Medikamente meist eine entzündungshemmende und abschwellende Wirkung. Eine anschließende Krankengymnastik sorgt für die erneute Kräftigung der Beinmuskulatur.