Asthma bronchiale

Die Krankheit Asthma bronchiale, meist einfach nur Asthma genannt, ist eine der häufigsten Erkrankungen der Atemwege überhaupt. Oft tritt sie schon im Kindesalter auf und stellt mit einem Vorkommen von knapp 5 % die häufigste chronische Krankheit für diese Altersgruppe dar. Die genauen Ursachen für die Entstehung von Asthma bronchiale sind nicht ganz geklärt, allerdings entsteht die Krankheit aus einem Zusammenspiel aus Umweltbelastungen und genetischer Veranlagung.

Die Atemwege des Asthmatikers sind dauerhaft (chronisch) leicht entzündet und dadurch überempfindlich gegenüber Belastungen der Lunge. Durch leichte Reizungen wie zum Beispiel kalte Luft kommt es zu einer Einengung (Obstruktion) der Atemwege. Diese anfallartige Verengung wird verursacht durch eine erhöhte Schleimsekretion und eine Verkrampfung der Muskulatur in den Bronchien. Es entsteht eine Luftnot, die allerdings nicht dadurch zustande kommt, dass der Erkrankte nicht genug Luft einatmet. Vielmehr kann er die eingeatmete Luft nicht mehr ausatmen. Dadurch dass die Lunge beim Ausatmen zusätzlich eingeengt wird, können die Bronchien sich komplett verschließen, sodass die Luft in der Lunge gefangen ist.

Zwei Formen des Asthma bronchiale

Es lassen sich grob zwei Formen des Asthmas bronchiale unterscheiden, die wiederum in viele Schweregrade unterteilt werden. Einerseits gibt es das allergische oder exogene Asthma, was häufiger bei Kindern anzutreffen ist. Hierbei führt das Einatmen von bestimmten, eigentlich ungefährlichen Stoffen (Allergenen) zu der Entzündung der Atemwege und der dadurch entstehende Luftnot.

Die zweite Form von Asthma bronchiale ist die nicht-allergische oder endogene Form. Dabei wird der Anfall nicht durch ein bestimmtes Allergen ausgelöst, sondern durch viele verschiedene Dinge, die die Atemwege reizen. So können beispielsweise Infektionen, Medikamentenunverträglichkeiten, aber auch Raumsprays oder kalte Luft zu einem Asthma-Anfall führen.

Die Diagnose beim Arzt erfolgt über eine Lungenfunktionsprüfung. Besonders wichtig bei dieser Untersuchung, die auch Spirometrie genannt wird, ist die Ein-Sekundenkapazität. Der Patient atmet tief ein und atmet so schnell wie möglich komplett aus. Im Normalfall sollte er dabei etwa 80 % seines Lungenvolumens innerhalb von einer Sekunde ausatmen können. Da beim Asthmatiker die Atemwege dauerhaft überempfindlich und leicht entzündet sind, kann er die Luft nicht so schnell ausatmen und daher ist der Wert für die Ein-Sekundenkapazität erniedrigt. Allerdings gibt es neben dem Asthma bronchiale auch weitere Erkrankungen, die die Atemwege verengen, weshalb noch weitere Untersuchungen für eine eindeutige Diagnose notwendig sind.

Je nach Schweregrad des Asthma bronchiale gibt es unterschiedliche Therapien: Für die Patienten, die nur gelegentlich unter einem Anfall leiden gibt es Inhalatoren mit Wirkstoffen (z.B. Salbutamol), die die Atemwege bei einem akuten Anfall erweitern. Bei schwereren Formen der Erkrankung ist eine kontinuierliche Einnahme von Medikament notwendig, die die Entzündung der Atemwege in Schach halten.