Arteriosklerose – gefährliche Verkalkungen

Arteriosklerose ist eine der am häufigsten verbreiteten Vorerkrankung, welche weitreichende Folgen haben kann, sofern unbehandelt. Ab dem Jugendalter entstehen nämlich bei jeder Person die ersten degenerativen Veränderungen auf der Innenseite der 3-Schichten Gefäßwand (in der sogenannten Intima). Diese Intima ist eine Schicht spezieller Zellen (Endothelzellen), welche in allen Gefäßen und in vielen Organen weit verbreitet sind. Darüberhinaus hat diese Zellschicht auf der Blutseite eine zusätzliche Zuckerschicht auf den Zellmembranen aufliegen, welche später noch wichtig wird. (Schichtung v.i.n.a.: Zuckerschicht – Intima – mittlere Schicht (Media) – äußere Schicht (Adventitia)

Mit dem Alter werden die Gefäße unflexibel, die (schützende) Zuckerschicht wird dünner und irgendwann kommt es zu einem Mikroriss in der Intima. Das ist erstmal nicht gefährlich, aber da die Gefäße der hohen Belastung des Herz-Kreislauf-System (Blutdruck) ausgesetzt sind, strömen verschiedene Zellen des Blutes in diesen Spalt zwischen der Intima und der Media (mittlerer Schicht). Bestimmte Fette können sich dort in einer Art Nische einnisten. Da das Immunsystem diese Verletzung ganz normal erkennt, kommen auch Fresszellen (Makrophagen) zur Stelle und fangen an die Fette zu verstoffwechseln. Dabei nehmen diese so viel Fette auf, dass sie selber zu Grunde gehen und als Schaumzellen überbleiben. So haben wir mit der Zeit einen Mix von vielen Schaumzellen und Fetten, der eine Art Hervorwölbung bildet und das Gefäß wird an der Stelle dünner. Es bildet sich also eine Verkalkung (Plaque) an dieser Stelle. Der Blutfluss wird gestört und die dahinter liegenden Organe sind möglicherweise unterversorgt. In einem späteren Stadium können sich sogar rote Blutzellen an diesen Plaque anheften. Doch wie kommt das Salz wieder ins Spiel? Die Zuckerschicht (Glykokalix) sorgt für einen reibungsarmen Blutstrom innerhalb der Gefäße. Wenn wir zu viel Salz zu uns nehmen steigt die Natrium-Konzentration im Blut und führt zum langsamen Abbau der Zuckerschicht. Das versteift ebenfalls die Gefäße mit den gleichen Folgen.

Was Sie dagegen tun können:

Also es ist nie so, dass eine übersalzene Mahlzeit sofort zur Arteriosklerose führt. Ganz im Gegenteil, der Grundstein für eine Arteriosklerose bildet sich meistens erst im 30-50 Lebensjahr und bleibt dann lange unproblematisch, meistens sogar viele Jahre bis Jahrzehnte. Worauf man jedoch schon in jungen Jahren gut achten kann, ist eine ausgewogene Ernährung und sportliche Aktivitäten.

Man sieht am Prinzip der Arteriosklerose, dass viele Aspekte zusammen kommen müssen:

Der gesamte Prozess wird beispielsweise verlangsamt, wenn man nicht viele Fette im Blut hat. So sind jahrelanges Rauchen, hoher Blutdruck, hoher Cholesteringehalt, fettreiche, salzige Mahlzeiten mit vielen gesättigten Fettsäuren und diabetischen Vorerkrankungen die typischen Risikofaktoren für Arteriosklerose. Was die Flexibilität betrifft, sind heutzutage die meisten Operationen an Gefäßen – außer am Herz (Herzinfarkt) und Gehirn (Schlaganfall) – am Knie. Dies ist ein mechanisch stark beanspruchtes Gelenk und die Gefäße werden da oft mit Stents überbrückt.

Für Ihre Gesundheit ist daher eine (oder mehrere) Routineuntersuchung(en) immer empfehlenswert. Cholesterin, Salz und Fette lassen sich am Blutbild einfach feststellen und der Blutdruck kann ebenfalls vor Ort schnell gemessen werden. Eine Einstellung und Überwachung jeder Vorerkrankung sollte ihre erste Priorität sein.