MAINZER KLEPPER-GARDE 1856 E.V.

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MAINZER KLEPPER-GARDE 1856 E.V.

Kurzprofil:

Es handelt sich um ein Bild des Malers Stephan Schmitt, geb. 23.04.1872, gest. 29.11.1924. Der Mainzer Maler fertigte zahlreiche Aquarelle mit Ansichten seiner Heimatstadt, unter anderem auch nach Zeichnungen von F. L. Reichsgraf von Kesselstadt, Georg Melchior Kraus, sowie nach Stichen anderer Künstler. Das Bild zeigt die Mainzer Klepper-Garde 18 56 e.V. auf der Rheinstraße - Blickrichtung Fischtor. Wir bedanken uns bei Konrad Schué, der uns dieses Bild zur Verfügung stellte.

Firmenbeschreibung:

Die Jahre vergingen, 1856 sammelte Karl Dremmel die Mainzer Buben, die Jugend beteiligte sich erstmals an einem Umzug. Das war neu! Aus welchen Gründen auch immer, die Teilnahme von Kindern an einem Umzug war 1843 durch einen Beschluss vom MCV abgelehnt worden. Tatkräftig unterstützt wurde Karl Dremmel von Peter Sonn, der mit ihm ebenso als Begründer der MKG angesehen werden darf. Neben der MKG marschierten auch die Haubinger mit, die dann 1857 als Garde gegründet wurde. Das Auftreten der "Klepperbuben" fand nicht nur eine weithin große Anerkennung, sondern vertiefte auch die Verbundenheit der gesamten Bevölkerung mit der Fastnacht, waren doch bei über eintausend Mitwirkenden mittelbar jetzt mit dem Zug verbunden. Bereits Wochen vor dem Umzug klang das Kleppern durch alle Gassen, Jubel und Fröhlichkeit verbreitend bis schließlich, angeführt vom Urnarr Karl Dremmel auf dem "Schockelgaul" die Schnitzelbajassen wohl geordnet und singend den Zug bereicherten und an hervorragender Nr. 3 anführten. War die Mitgliedschaft in der Garde früher nur Buben gestattet, öffnete sich die Garde im Laufe der Zeit auch dem weiblichen Geschlecht. Tragen andere Garden in Mainz sehr oft farbenprächtige Uniformen, die meist historischen Vorbildern nachempfunden sind, zeigt sich die Mainzer Klepper-Garde im vierfarbbunten "Schnitzel-Bajazz". Diese Art der Kostüme sind in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht sehr bekannt. Vermutlich hatten Schwarzwald-Flößer, die auf ihren Reisen rheinabwärts immer wieder in Mainz Station machten, diese Kostüme nach Mainz gebracht. In den Anfängen bestand die Uniform aus selbst hergestellten vierfarbigen (rot, weiß, blau und gelben) Papierschnitzeln, die auf die Kleidung aufgenäht wurden. Mittlerweile ersetzte man sie durch Filzstreifen. Der Name „Klepper-Garde“ hat nichts mit dem Klepper - also einem Pferd - zu tun. Es handelt sich hier um zwei gut zehn Zentimeter lange Holzbrettchen, zwischen den Fingern eingeklemmt.

Branche


  • Dienstleistungen/Service
  • Vereine/Verbände/Organisationen
  • Gesellige Vereine

Stichwörter:

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